Moorlehrpfad: 7 Ehemaliger Torfstich, früheres Oberkantenlagg

Moorhütte (Bild: Foto-Böhme, Frauenstein)
Moorhütte

Die Torfmoose sind in der Lage im sauren, ständig feuchten Milieu bei geringster Nährstoffzufuhr unablässig in die Höhe zu wachsen. Sie wachsen an der Pflanzenspitze ständig nach oben, der untere Teil stirbt ab und wird unter Luftabschluß abgebaut. Das Zersetzungsprodukt ist der Torf.

Der Torfabbau, besonders vor 1900 und nach 1918 bewirkte, dass auf sächsischer Seite nur noch ein Drittel des ursprünglichen Moores vorhanden ist. Das ehemalige Oberkantenlagg und das im Osten liegende Seitenkantenlagg wurden weitestgehend zerstört und sind nur noch fragmentarisch erhalten. Lediglich die reichen Vorkommen an Pfeifengras deuten darauf hin.

Am Moorkern wurde nur an einer Stelle Torf entnommen. Um die Zerstörung des Hochmoores aufzuhalten, kaufte der „Landesverein Sächsischer Heimatschutz“ 1926 das Georgenfelder Hochmoor und stellte es unter Naturschutz. Dennoch wurde das im Westen liegende Randgehänge nochmals kurzfristig nach dem 2. Weltkrieg zur Torfgewinnung genutzt.

(Bild: Foto-Böhme, Frauenstein)

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