Klima und Geologie

Klima

Winter im Osterzgebirge - Blick aus dem Botanischen Garten ins Tal der Roten Weißeritz
Winter im Osterzgebirge

Das Klima im Osterzgebirge ist überwiegend rau. Je höher man kommt, desto kälter und niederschlagsreicher wird es – typisches Gebirgsklima.

Die Jahresdurschnittstemperaturen liegen zwischen 4,0 und
7,7 Grad Celsius. Deshalb ist der Winter hier natürlich auch länger und schneereicher als im Tiefland. Ideale Bedingungen also für Wintersportfreunde.

Die mittlere Jahresniederschlagsmenge beträgt ca. 900 bis
1000 mm.

Die Vegetation im Osterzgebirges gehört der mitteleuropäischen Waldflora an und zeichnet sich durch relativ feuchtes, kaltes Klima und nährstoffarme Böden aus. Die Vegetationsperiode beginnt im Mai und endet im Oktober.

Das gemäßigte Klima ermöglicht wanderbegeisterten Besuchern auch im Hochsommer eine angenehme Tour durch die raue Natur. Und im Winter kommen Sportfreunde durch die hohe Schneesicherheit auf ihre Kosten.

Geologie

Blick von den Kleinen Lugsteinen nach Böhmen (Bild: Foto-Böhme, Frauenstein)
Blick von den Kleinen Lugsteinen nach Böhmen

Die Fläche, aus der sich heute das Erzgebirge erhebt, war ursprünglich von Wasser überflutet.

Im Laufe der Jahre lagerten sich auf dem Meeresboden über 1.000 Meter große feinsandig-tonige Sedimente ab, die während der varistischen Gebirgsbildung zu Schichten gefaltet wurden. Dadurch entstand das metamorphe Gestein Gneis (bestehend aus Feldspat, Quarz und Glimmer), aus dem das Erzgebirge überwiegend besteht.

Durch tektonische Bewegungen rissen die Gneisflächen auf. In den so entstandenen Spalten lagerten sich Granitintrusionen ab, die heiße, wässrige, metallhaltige Lösungen in den Dachbereich der Granite und in die Spalten spülten und sich nach Abkühlung zu Mineralien kristallisierten.

Die mineralhaltigen Spalten bezeichnet man als Gänge. Und sind die Mineralien für den Menschen nutzbar, nennt man sie Erzgänge. Diese im 16. Jahrhundert entdeckten großen Erzvorkommen erklären auch den heutigen Namen: Erzgebirge.

Charakteristisch für das Gebirge sind die Hochflächen aus Gneis und Glimmerschiefer, mit ihren Basaltbergen und Granitfelsen, die von tiefen Tälern unterbrochen werden.

(Bild: Foto-Böhme, Frauenstein)